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	<title>Annak's Weblog</title>
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		<title>&#8222;Das brauchste eh nie wieder.&#8220;</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 13:48:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bis gestern fand ich diesen Satz immer doof und absolut keine Entschuldigung für das nicht-anstrengen beim Lernen für diverse Klassenarbeiten. ,,Sein Versagen nicht länger Überzeugung nennen&#8220; haben Tomte gesungen, und da Tomtetexte sehr frei interpretierbar sind, passt das hier gerade gut. Also war ich immer der festen Überzeugung: was ich in der Schule lerne, hilft [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=122&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis gestern fand ich diesen Satz immer doof und absolut keine Entschuldigung für das nicht-anstrengen beim Lernen für diverse Klassenarbeiten. ,,Sein Versagen nicht länger Überzeugung nennen&#8220; haben Tomte gesungen, und da Tomtetexte sehr frei interpretierbar sind, passt das hier gerade gut. Also war ich immer der festen Überzeugung: was ich in der Schule lerne, hilft mir, wenn ich groß bin. Unzwar ausnahmslos alles, weil das nämlich alles Allgemeinwissen ist. Jetzt, durch diese ganze Studiumssache stieß ich auf die, zugegeben ein bisschen zu spät ankommende, Erkenntnis: Ich brauche nichts davon. Von allem was ich bis jetzt gelernt habe, habe ich vielleicht ein Viertel noch im Kopf. Von diesem Viertel brauche ich aber nur etwa ein Drittel, wenn ich groß bin. Und wenn ich jetzt Bruchrechnung könnte, die ich aber leider nicht beherrsche, weil ich sie nie wieder brauchen werde, dann könnte ich sogar sagen, wie viel ein Drittel von einem Viertel ist.<br />
Dass man fürs Abitur so viel wissen muss, ist für mich gerade wenig nachvollziehbar. Schließlich ist das ja wohl kein Allgemeinwissen mehr. Was genau bringt es mir, wenn ich die Steigung einer linearen Funktion berechnen kann? Was genau kann ich später damit anfangen, dass die Deplasmolyse einen hypotonischen Zustand in der Zelle der roten Rübe erzeugt? Ich brauche das nicht. Ich will mich in meinem Leben nach der Schule sicher nicht intensiver damit beschäftigen, schon gar nicht um Geld zu verdienen.<br />
Wenn ich groß bin werde ich Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung, schreibe über Politik und Gesellschaft, Geld und Ungerechtigkeit, Liebe und Hass.<br />
Aber nicht über Plasmolyse. Zumindest wäre selbiges meine präferierte Lösung des Wohin-Mit-Meinem-Leben-Problems.<br />
Was sagt also ein teils auf Plasmolyse und quadratischen Funktionen basierender Numerus Clausus über das aus, was ich kann? Nichts, verdammt.</p>
<p>(Ja. Die Bioklausur war nur so mittelgut. Jaja. Mathe auch.)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/giselerqualle.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/giselerqualle.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/giselerqualle.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/giselerqualle.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/giselerqualle.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/giselerqualle.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/giselerqualle.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/giselerqualle.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/giselerqualle.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/giselerqualle.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/giselerqualle.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/giselerqualle.wordpress.com/122/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/giselerqualle.wordpress.com/122/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/giselerqualle.wordpress.com/122/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=122&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die Welt ist groß. Ich nicht.</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 17:56:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich bin also demnächst &#8222;Jungstudierende&#8220;. Genauer gesagt, ab nächster Woche. Ich freue mich auf diese Zeit. Glaube ich. Nach dem heutigen Tag, dem &#8222;Auftakttreffen&#8220;, gefüllt mit Informationen und Ansprachen, bin ich auf jeden Fall ein wenig motivierter. Am meisten fürchte ich mich davor, mich irgendwann mal alleine mit der Bahn zu verfahren. Heute kommt zum [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=82&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin also demnächst &#8222;Jungstudierende&#8220;. Genauer gesagt, ab nächster Woche. Ich freue mich auf diese Zeit. Glaube ich. Nach dem heutigen Tag, dem &#8222;Auftakttreffen&#8220;, gefüllt mit Informationen und Ansprachen, bin ich auf jeden Fall ein wenig motivierter.<br />
Am meisten fürchte ich mich davor, mich irgendwann mal alleine mit der Bahn zu verfahren. Heute kommt zum Glück meine Mama noch mit, damit ich mir die Strecke schonmal einprägen kann. Auf dem Weg von Unna bis Dorstfeld gibt die deutsche Bahn mir Einblicke in deutsche Niveaulosigkeit, aber das ist der durchschnittliche Deutsche von öffentlichen Verkehrsmitteln ja gewohnt. Anschließend wird umgestiegen. Schrecklich. Ich möchte nicht umsteigen. Jede Station, an der ich umsteigen muss, ist eine Station, an der ich mich verlaufen kann. In Dorstfeld gibt es zwar nicht viele Möglichkeiten, sich zu verlaufen, aber ich vertraue meiner Orientierungslosigkeit. In der S-Bahn, die dann bis zur Universität fährt, gibt es keine Sitzplätze mehr, es ist aber nicht so voll, dass der Otto-normal-Klaustrophobe ein Sauerstoffgerät benötigt. In der Bahn sitzen viele junge Menschen, die alle mit mir am Bahnhof Universität aussteigen, wobei gleichzeitig genau so viele wieder einsteigen. Dass es in meiner unmittelbaren Nähe niemanden gibt, der jünger als ich ist, ist Alltag für mich. Aber denen, die sonst älter als ich sind und mit mir zur Schule gehen, bin ich nicht unterlegen. Bis auf ein paar Monate mehr Lebenserfahrung haben mir viele von ihnen nichts voraus. Die Leute hier hingegen unterscheiden sich in zwei durchaus wichtigen Punkten von mir. Erstens hat keiner von ihnen seine Mama dabei. Zweitens hat jeder von ihnen ein Abitur. Ich fühle mich nicht gut. Ich habe es nicht verdient, hier zu sein. Ich sollte wieder zurück zur Schule gehen und mich aufs 15-sein konzentrieren. Naja, erstmal sehen, was noch kommt.<br />
Die TU ist hübsch. Überall sind Bäume und Wiesen und ich stelle mir intelligente Menschen vor, die zwischen vielen Büchern und Zetteln an Bäumen gelehnt dasitzen, so wie im Fernsehen. Leider ist es Winter und das Semester hat noch nicht begonnen. Vor Hörsaal 2 stehen dann zum Glück Gleichaltrige mit ihren Eltern, ich bin beruhigt. Der Gang, der zum Hörsaal führt, könnte genau so gut auch in einen Puff führen. Zumindest ist das meine sofortige Assoziation, es ist nämlich eng, rot gestrichen und komisch verwinkelt. Ich rate an dieser Stelle von einem Studium der Raumgestaltung an der TU Dortmund ab. Hörsaal 2 hingegen ist nicht eng. Er ist, in meinen Relationen gesehen, riesig, mit tausend Tafeln, tausend Sitzplätzen und tausend Menschen drin. Davon ein paar ehemalige Schülerstudenten, die nur hier sind, um ihre Zertifikate abzuholen. Ich wünsche mir auch ein Zertifikat, allein des Wortes wegen. Zum Anfang halten alte Männer und Frauen Reden. Einer erwähnt immer wieder, dass wir alle hier die Zukunft sind, dass diese Veranstaltung zukunftsweisend ist und er mit Freude in die Zukunft blickt. Diese Äußerungen lassen mich fast philosophisch werden; Ich hatte immer Angst vor der Zukunft. Jetzt begreife ich, dass ich selbige, und damit gleichzeitig auch das Objekt meiner eigenen Angst bin. Verrückt.<br />
Es folgen Erfahrungsberichte von ehemaligen Jungstudierenden, die mich zugleich verunsichern und motivieren. Denn dieser Spast in der ersten Reihe hat zwar kein Leben, aber ein fast abgeschlossenes Studium, vor seinem bestandenen Abitur. Mir wird mal wieder klar, dass ich hier höchstens Durchschnitt bin, und mein Gewissen schreit sofort danach, dass dies geändert werden muss. Andererseits möchte ich nicht werden wie der rothaarige Junge im blauen Batik-Shirt. Ein schwieriger Spagat zwischen Leben und Ehrgeiz.<br />
Auf dem Rückweg stehe ich wieder am Bahnsteig, es bilden sich erste Studentengrüppchen, wobei man die abgehobenen Mathematikstudenten, die eigenartigerweise alle die gleichen, hässlichen Schuhe tragen, sofort von den Pädagogik-Hippies unterscheiden kann. Sie alle sind Erstsemester und fühlen sich damit sehr erwachsen und reif. Obwohl Erstsemester ja, wenn es stimmt, was man sich auf der Straße erzählt, die grünohrigen Opfer sind. Auf mich wirken sie alle wie die personifizierte Coolness. Bis auf das Mädchen, das unmittelbar neben mir steht und seine soeben gefundene Bekanntschaft konversationsvergewaltigt, unter anderem fallen die Worte: &#8222;Bis Mitte August dachte ich ja, ich studiere Jura. Aber jetzt möchte ich Grundschullehrerin werden.&#8220; Anschließend regt sie sich darüber auf, dass sie an der Uni mehr lernen muss, als das, was sie den 6-10jährigen später im Berufsleben beizubringen hat. Ihre Coolness ist ein bisschen weniger beeindruckend.<br />
Auf dem Rückweg denke ich darüber nach, dass ich Angst vor Montag habe. Vorm Zugfahren, vorm Verlaufen, vorm den-Raum-nicht-finden, vorm unextrovertiert sein und mich nicht trauen, mit den echten Studenten zu reden. Aber das wird schon. Muss ja, muss ja.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/giselerqualle.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/giselerqualle.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/giselerqualle.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/giselerqualle.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/giselerqualle.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/giselerqualle.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/giselerqualle.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/giselerqualle.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/giselerqualle.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/giselerqualle.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/giselerqualle.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/giselerqualle.wordpress.com/82/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/giselerqualle.wordpress.com/82/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/giselerqualle.wordpress.com/82/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=82&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bewegt euch fort mit eurer Fortbewegung.</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 17:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>giselerqualle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe heute einen Entschluss gefasst: Ich bin gegen Fortbewegungsmittel. Ab heute bleibe ich durchgehend zuhause und entferne mich höchstens noch so weit, wie ich laufen kann, ohne mich anzustrengen.  Und es ist nicht so, dass ich keine sinnvollen Gründe dafür habe. Wobei ich mir die Freiheit nehmen will, sinnvoll selber zu definieren und hier [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=77&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute einen Entschluss gefasst: Ich bin gegen Fortbewegungsmittel. Ab heute bleibe ich durchgehend zuhause und entferne mich höchstens noch so weit, wie ich laufen kann, ohne mich anzustrengen.  Und es ist nicht so, dass ich keine sinnvollen Gründe dafür habe. Wobei ich mir die Freiheit nehmen will, sinnvoll selber zu definieren und hier nicht zu argumentieren, sondern knallhart zu meinen.</p>
<p>Die einfachste, natürlichste und grundlegendste Möglichkeit von A nach B zu kommen ist erstmal: laufen. Laufen finde ich okay. Langsam einen Fuß vor den Anderen. Nur nicht zu weit und nicht zu schnell. Es macht keinen Sinn, wandern zu gehen, weil man am Ende doch sowieso ins Auto steigt, nach Hause fährt und die Natur ja wohl kaum genießen kann, wenn man sich darauf konzentrieren muss, nicht vor Angestrengtheit und Wassermangel hechelnd auf dem nächsten Baumstumpf zusammenzusacken.  Es macht keinen Sinn, zu joggen, weil es blödes Im-Kreis-Rumlaufen ist, bei dem man am Ende wieder da ankommt, wo man angefangen hat und weil es keinen Spaß macht, da man sich unmöglich unterhalten oder seine Umwelt genießen kann. Also: Kurze Strecken gehen. Voll okay. Und irgendwann muss man ja mal das Haus verlassen.</p>
<p>Fortbewegungsmittel #2: Fahrräder! Igitt! Nein, wir wollen ja nicht übertreiben. Aber Fahrradfahren erinnert mich zu sehr an joggen, weil es vielen dabei gar nicht mehr ums ankommen geht, sondern einfach darum, sich strampelnd, schwitzend und strauchelnd auf 2 Rädern durch die Welt und nach einem Weg ohne Ziel wieder zurück nach Hause zu trampeln. Außerdem finde ich, dass das Fahrrad schon lange unnötig geworden ist. Wo man mit dem Fahrrad hinfährt kann man auch zu Fuß hingehen, wenn das zu anstrengend wäre kann man auch mit dem Auto fahren. Außer man ist aktiver Umweltschützer, wobei ich in diesem Fall weiterhin die guten, alten Füße empfehlen würde. Gehen ist auch nicht so gefährlich, wie Fahrrad fahren. Bei letzterem fällt man nämlich andauernd hin und schürft sich böse irgendwelche Körperteile am harten Asphalt auf, was bei einem schönen, zielgerichteten Spaziergang nicht passieren kann, außer man hat eine schwerere Behinderung, die es unmöglich macht geradeaus zu laufen.</p>
<p>Womit wir nicht direkt und fließend übergeleitet beim Automobil wären, da jetzt aber trotzdem sind. Akzeptiert das. Autos sind okay. Auf Strecken ohne Kurven und mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von höchstens 70. Solche Strecken gibt es (fast) nicht. Dadurch disqualifiziert sich Auto fahren schon wieder. Auch wenn man ruhig dasitzen und nicht undbedingt aus dem Fenster schauen muss, weil man sich nebenher noch anders beschäftigen kann. Auf Strecken mit Kurven und zu hohem Tempo sitze ich dann nämlich nicht mehr so ruhig da, sondern halte mich ängstlich irgendwo fest, obwohl ich weiß, dass es mir bei einem Unfall nicht das Leben retten würde, die Autotür fest in der Hand zu halten.</p>
<p>Öffentliche Verkehrsmittel fände ich besser als Autos, wenn da nicht immer diese anderen Fahrgäste wären. Busse fahren ein weniger angsteinflößendes Tempo auf meist kurzen Strecken, im Zug bekommt man die Geschwindigkeit nicht richtig mit, wenn man es nicht drauf anlegt. Leider bekommt man die unglaublich intelligenten Gespräche der mitfahrenden Menschen, ihre Komischheit und Gestörtheit mit. Und das alles interessiert mich nicht. Ich will nicht mit dem Mann im BVB-Trikot über die Beziehung zu seiner Freundin reden. Er will aber mit seinem Sitznachbarn darüber reden und tut das auch, ohne Rücksicht auf seine eigene Privatsphäre. Na gut.</p>
<p>Mein Fazit bleibt also. Nie wieder sportlich betätigen, nie wieder auf einer Autobahn Panik haben, nie wieder augenrollend im Bus hinter zwei Spasten sitzen.</p>
<p>Gebt mit zwei Tage. Um einzusehen, dass das nicht funktionieren wird.</p>
<p>Achja: Ich wollte die Schrift hier vergrößern, aber wordpress wollte mir keinen Knopf dafür geben. Tut mir leid. Ehrlich.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/giselerqualle.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/giselerqualle.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/giselerqualle.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/giselerqualle.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/giselerqualle.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/giselerqualle.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/giselerqualle.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/giselerqualle.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/giselerqualle.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/giselerqualle.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/giselerqualle.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/giselerqualle.wordpress.com/77/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/giselerqualle.wordpress.com/77/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/giselerqualle.wordpress.com/77/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=77&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Je dunkel, desto Feeling.</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 15:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>giselerqualle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist ja nicht so, dass ich grundsätzlich gegen geselliges Zusammensitzen mit okayen Menschen bin. Aber für die Zukunft habe ich aus diesen Sommerferien wenigstens eins gelernt: Gehen, bevor die Kerzenschein-in-der-Dunkelheit-Stimmung aufkommt. Man muss zugeben, dass Gefühle stärker wirken, genau wie Dramatisches dramatischer, Schönes schöner und Böses angsteinflößender vorkommt, wenn man die Gesichter der anderen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=75&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja nicht so, dass ich grundsätzlich gegen geselliges Zusammensitzen mit okayen Menschen bin. Aber für die Zukunft habe ich aus diesen Sommerferien wenigstens eins gelernt: Gehen, bevor die Kerzenschein-in-der-Dunkelheit-Stimmung aufkommt. Man muss zugeben, dass Gefühle stärker wirken, genau wie Dramatisches dramatischer, Schönes schöner und Böses angsteinflößender vorkommt, wenn man die Gesichter der anderen nur noch verschwommen im Schein der Teelichter erahnen kann. Auf einmal sitzt man auf dem Schoß des bis vor drei Stunden noch fast unbekannten Sitznachbarn, erzählt Menschen, zu denen man sonst eigentlich kaum Kontakt hat, von seinen tiefsten Gefühlen, führt eigenartige Diskussionen über Politik und Pornographie, fängt auf einmal an zu weinen, weil es so gut zur Situation passt, singt Lieder mit, deren Texte man nicht kennt und denkt nicht darüber nach, ob man sich am nächsten Morgen nicht schrecklich für all das hassen wird.<br />
Lichtlosigkeit macht Menschen komisch. Vor allem, auch ohne die Kombination mit Alkohol, redseliger, dramatischer und anhänglicher. Andere werden ganz still und verkriechen sich irgendwo zwischen ihren Gedanken und dem, was um sie herum geschieht.<br />
Ich hasse diese Stimmung.<br />
Aber noch viel schlimmer ist der nächste Morgen. Gar nicht unbedingt wegen der Nachwirkungen des übertriebenen Alkoholkonsums. Sondern weil man merkt, dass nichts mehr da ist, von dem, was man ein paar Stunden Schlaf vorher noch gefühlt hat.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/giselerqualle.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/giselerqualle.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/giselerqualle.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/giselerqualle.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/giselerqualle.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/giselerqualle.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/giselerqualle.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/giselerqualle.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/giselerqualle.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/giselerqualle.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/giselerqualle.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/giselerqualle.wordpress.com/75/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/giselerqualle.wordpress.com/75/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/giselerqualle.wordpress.com/75/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=75&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>désillusioner qn.</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 10:39:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>giselerqualle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Realtität]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Wunsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Das, was man auf die Liste mit "Dingen, die ich in meinem Leben erreichen will" schreibt, darf nicht mit den Hirngespinsten genannt Träume verwechselt werden. Außer man ist nicht so helle und schreibt auf die imaginäre Liste "Popstar werden, zum Mars fliegen und 20 Kinder gebären". Dann ist einfach was falsch gelaufen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=73&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Träume nicht dein Leben &#8211; Lebe deine Träume!&#8220;</p>
<p>Ein toller Spruch. Klingt nach Weltverbesserei, nach Motivation, großen Zielen, Engagement, dem Duft der unendlichen Möglichkeiten, Entdeckungen, nach Glück. Wer die Moral dieses kleinen Satzes, der so gern ein Worspiel sein möchte, versteht und befolgt, dem scheint ewiger Erfolg und Frohsinn vergönnt.<br />
Das alles klingt nach Heuchelei und zu wenig Realismus. Denn wer seine Träume lebt, der träumt letztendlich doch nur das ganze Leben lang vor sich hin. Man muss zwischen dem Leben in der großen, gemeinen Welt und dem Rosazuckerwattewolketraumhimmel, meiner Meinung nach, ganz klar differenzieren. Träume sind Gedankenspiele, Illusionen, die uns bei der Traumpraktizierung, das heißt beim träumen, ein Lächeln auf die Lippen zaubern können, weil sie oft selbst zauberhaft sind, weil es manchmal schön ist, der Realität ins Gesicht zu spucken, sie wegzuschubsen und laut &#8222;Fick dich!&#8220; hinterherzuschreien. Das ist meine Definition vom träumen. Gedanken, die für eine kurze Zeit erheiternd und motivierend wirken, allerdings in der Realität nie verwirklicht werden können. Und selbst wenn man es irgendwie schafft, seine Träume im echten Leben umzusetzen, so kann man doch kein glücklicher Mensch mehr sein. Denn die gelebten Träume werden zu einem Leben, in dem dann die Träume fehlen. Wenn man die Gelegenheit dazu hat, nahezu jeden Traum zu verwirklichen, läuft es nur wieder auf dieses menschliche Laster hinaus: Man will mehr. Der Mensch will und will und wenn er gewinnt, was er will, dann will er noch mehr und noch größer. So werden Momente des Glücks immer kurzlebiger, denn sie währen nur so lange, bis der nächste sofort zu erfüllende Traum sich von hinten anschleicht und Tribut fordert. Man ist die ganze Zeit nur noch dabei, dem eigenen Bedürfnis nach Traumerfüllung nachzukommen, den eigenen Schweinehund zu füttern. Nur für die kurzen Momente, in denen man dann ein bisschen glücklicher ist.<br />
Überhaupt sind &#8222;Träume&#8220; von materiellen Dingen nicht wirklich das, was man unter einem Traum verstehen sollte. Man träumt doch eigentlich eher von Momenten, Ereignissen und Zuständen. Wenn aber zum Beispiel die kleine Pascallis einen Hund will, sollte man weniger behaupten, dass der &#8222;größte Traum&#8220; von Pascallis ein Hund ist, viel mehr ist es ein lang gehegter Wunsch. Und wünschen ist nicht gleichgestellt mit träumen. Es ist realer, erfüllbarer. Würde der zu Anfang zitierte Spruch &#8222;Wünsche nicht dein Leben, lebe deine Wünsche!&#8220; heißen, könnte ich ihn ob des hässlichen Klangs vielleicht(!) sogar tolerieren.<br />
Aber alles was nicht Wunsch ist und trotzdem, wenn man akribisch darauf hinarbeitet oder einfach sehr viel Glück hat, gelebt werden kann, darf nicht als Traum verschrien werden. Dinge wie &#8222;Wenn ich groß bin, will ich Feuerwehrmann werden&#8220; sind weder Wunsch, noch Traum, noch Wunschtraum. Denn die Ausübung des Berufs Feuerwehrmann ist ein realisierbarer Zustand, es ist etwas, was man sich vorgenommen hat. Und man kann sich viel vornehmen, in der Hoffnung, dass man es irgendwann verwirklichen kann. Aber das, was man auf die Liste mit &#8222;Dingen, die ich in meinem Leben erreichen will&#8220; schreibt, darf nicht mit den Hirngespinsten genannt Träume verwechselt werden. Außer man ist nicht so helle und schreibt auf die imaginäre Liste &#8222;Popstar werden, zum Mars fliegen und 20 Kinder gebären&#8220;. Dann ist einfach was falsch gelaufen.</p>
<p>Ich erlaube mir an dieser Stelle einfach mal, ein wenig umzuformulieren:<br />
&#8222;Träume nicht von dem, was du dir vorgenommen hast, sondern gebe dir Mühe dabei, es zu verwirklichen.&#8220;<br />
Hört sich nicht so toll wortverspielt an wie die ursprüngliche Floskel, beinhaltet aber den richtigen Grundgedanken.<br />
Also, liebe Forumaner in diversen Foren des WorldWideWebs, deren Beiträge ich ab und an mal überfliege, bitte entfernt doch endlich diesen Möchtegernmotivationsspruch aus euren Signaturen, ja ? <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  (&lt;- selten war mir ein Zwinkersmilie wichtiger)</p>
<p>Ich werde mich jetzt ins Bett legen und von meinem OpenAirKonzert auf dem Mond träumen, ich werde Geige spielen, Elvis wird auf der Ehrengästeloge händchenhaltend neben Michael Jackson sitzen und am Ende Dusty Springfield küssen, die vorher zu meinem außerordentlichen Geigespiel &#8222;Wishin&#8217; and hopin&#8217;&#8220; gesungen hat.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/giselerqualle.wordpress.com/73/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/giselerqualle.wordpress.com/73/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/giselerqualle.wordpress.com/73/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/giselerqualle.wordpress.com/73/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/giselerqualle.wordpress.com/73/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/giselerqualle.wordpress.com/73/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/giselerqualle.wordpress.com/73/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/giselerqualle.wordpress.com/73/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/giselerqualle.wordpress.com/73/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/giselerqualle.wordpress.com/73/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/giselerqualle.wordpress.com/73/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/giselerqualle.wordpress.com/73/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/giselerqualle.wordpress.com/73/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/giselerqualle.wordpress.com/73/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=73&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kein Titel</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 20:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>giselerqualle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<category><![CDATA[zisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Dann werden wir Weltstars, dann drogenabhängig und dann, ja, dann kann ich endlich zum Buddhismus konvertieren.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=71&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Polarkreis 18 haben es so untreffend formuliert:<br />
Wir sind allein, allein allein, allein allein.<br />
Wenn man allein ganz oft sagt, hört es sich irgendwann doof an. So verhält es sich allerdings mit jedem Wort jeder Sprache. Besonders doof müssen sich diese afrikanischen Völker vorkommen, die sich nur mit Zisch- und Klacklauten unterhalten. Noch eine Sprache, die ich gerne beherrschen würde. tsccchhklacktsssklockklock. Wie romantisch ist wohl ein &#8222;Ich liebe Dich!&#8220;, wenn man nur &#8222;ziscccchhtschtschklickkkktschhhpfpf&#8220; hört? Für Aussenstehende muss es unglaublich erheiternd sein. Ich würde mich sofort für eine untertitelte Fernsehserie über die Liebe eines afrikanischen Paares aussprechen, das nur die Zischklacksprache beherrscht. Nicht nur zur Aufmunterung übermodernisierter Europäer, viel mehr für das interkulturelle Verständnis. Knickerknacker. Den Afrikanern schenken wir dazu einen Fernseher + DVD-Player und dazu die erste Staffel &#8222;Verliebt in Berlin&#8220;. Vielleicht unterhalten sie sich dann zischend und klackend abfällig über das Aussehen der, in der Realität eigentlich auch nicht mit einem soooo attraktiven Äußeren gesegneten, Alexandra Neldel. Allerdings: Kann man eigentlich Untertitel in Zischklacksprache schreiben? Haben die überhaupt eine Schrift? Gibt es Zischklackliteratur und wenn ja, gibt es eine deutsche Übersetzung oder wenigstens irgendwen, der mir das beibringen möchte? Ist die Antwort auf all diese Fragen &#8222;NEIN!!&#8220;? Ja, wahrscheinlich.<br />
Schade eigentlich. Was heißt &#8222;Nein&#8220; wohl auf Zischklacksprache? Ich werde vermutlich die ganze Nacht wachliegen und Zischlaute üben, dann reise ich dahin, wo ich das lernen kann und habe schonmal ein kleines Repertoire an eigenartigen Mundgeräuschen vorzuführen. Dann gründe ich eine Band. Wir werden &#8222;Die tschhhhpfklacks&#8220; heißen und nur auf dieser Sprache singen. Dann werden wir Weltstars, dann drogenabhängig und dann, ja, dann kann ich endlich zum Buddhismus konvertieren. Ich könnte aber auch, der körperlichen Gesundheit wegen, die Drogenabhängigkeit weglassen und stattdessen einfach in eine tiefe Depression verfallen, die einhergeht mit regelmäßigen Panikattacken, Schizophrenie, Paranoia und der Angst davor, dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt. Dann werden ich und mein Therapeut mein Leben als Weltstar aufarbeiten, mit mir über meine Gefühle in entscheidenden und einschneidenden Momenten reden, über meine Kindheit fachsimpeln und symbolisch Dinge aus meiner Vergangenheit verbrennen. Das wollte ich schon immer mal machen, nur habe ich in meinen jungen Jahren noch nicht so viel Vergangenheit gesammelt, dass ich irgendwas daraus gerne verbrennen würde. Das ist aber auch, um ehrlich zu sein, ein recht eigenartiges Ritual. Sachen vergehen nicht, weil man ein Feuerzeug drunterhält. Auch nicht, wenn man mit einem Therapeuten drüber redet. Aber was weiß ich schon. Vielleicht hätte ich doch Psychologie wählen sollen, im Nachhinein tut es mir ein bisschen Leid. Aber ich und Sowi&#8230; wir werden ganz, ganz dicke Freunde. Viel schlimmer ist die Erkenntnis, dass ich nie mehr, also wirklich höchstwahrscheinlich nie mehr, mehr über Physik und Chemie erfahren werde, als ich jetzt weiß. Das ist komisch. Und ich habe meine letzten Physik- und Chemiestunden gar nicht ausreichend zelebriert. Ich hätte ein Foto von mir machen und es &#8222;Das letzte Mal&#8220; nennen sollen. In dem Fall wäre es auch gar kein so trauriges letztes Mal gewesen. Eher wie die letzte Untersuchung vor der Entlassung aus dem Krankenhaus. Der letzte Löffel aus der Flasche Antibiotikum. So ein letztes Mal.<br />
Da fällt mir ein: Eigentlich hatte ich doch irgendwas zum Thema &#8222;allein&#8220; zu sagen. Naja, kann ja nicht so wichtig gewesen sein.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/giselerqualle.wordpress.com/71/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/giselerqualle.wordpress.com/71/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/giselerqualle.wordpress.com/71/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/giselerqualle.wordpress.com/71/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/giselerqualle.wordpress.com/71/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/giselerqualle.wordpress.com/71/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/giselerqualle.wordpress.com/71/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/giselerqualle.wordpress.com/71/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/giselerqualle.wordpress.com/71/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/giselerqualle.wordpress.com/71/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/giselerqualle.wordpress.com/71/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/giselerqualle.wordpress.com/71/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/giselerqualle.wordpress.com/71/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/giselerqualle.wordpress.com/71/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=71&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Vergänglichkeit&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jul 2009 12:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>giselerqualle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;ist ja so &#8216;ne Sache, mit der ich mich noch nie anfreunden konnte. Generell sind alle Worte mit &#8222;Ver-&#8220; am Anfang eher negativer Natur; Verfallsdatum, Vergesslichkeit, Veränderung, Vertrag, Versicherungsverkäufertyp, Versehen&#8230; und die ganzen anderen. Und jetzt auf einmal sind besonders Vergänglichkeit und Veränderung wieder da und machen mich melancholisch. Melancholie ist, in geringer Dosierung, kein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=69&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ist ja so &#8216;ne Sache, mit der ich mich noch nie anfreunden konnte. Generell sind alle Worte mit &#8222;Ver-&#8220; am Anfang eher negativer Natur; Verfallsdatum, Vergesslichkeit, Veränderung, Vertrag, Versicherungsverkäufertyp, Versehen&#8230; und die ganzen anderen. Und jetzt auf einmal sind besonders Vergänglichkeit und Veränderung wieder da und machen mich melancholisch. Melancholie ist, in geringer Dosierung, kein schlechtes Gefühl. So ein bisschen grundloses rumheulen wäscht die schlechten Enzyme aus dem Hirn, man kann ja nicht immer nur fröhlich sein. Aber die permanente Anwesenheit ist dann doch eher unschön und nervig. Zu aller Freude über meine Fachoberschulreife, über die lediglich drei verbleibenden Jahre bis zu meinem Abitur und über mein Leben im Allgemeinen gesellt sich diese bedrückende Stimmung.<br />
Denn: In drei Jahren ist eben alles vorbei. Drei Jahre noch, dann bin ich groß. Jetzt bin ich in der Oberstufe und weiß noch, wie cool ich die Kinder in der Oberstufe immer fand. In drei Jahren werde ich in einem Hörsaal an irgendeiner Universität sitzen und mich daran erinnern, wie cool ich die Kinder mit den Studienplätzen immer fand. Zumindest, wenn alles so läuft, wie ich mir das im Moment wünsche. Diese Zeitscheiße macht mich wehmütig. Einerseits will ich, dass alles genau so bleibt, wie es jetzt gerade ist. Ich will nichts davon wissen, dass ein schöner Moment irgendwann ein Ende haben muss, dass Menschen, mit denen ich mich heute gut verstehe mich vielleicht morgen schon hassen könnten, dass ich mich irgendwann nicht mehr als Mädchen bezeichnen kann, obwohl mir das Wort so sehr gefällt. Andererseits muss es eben weitergehen. Und das soll es ja auch eigentlich gerne. Ich freue mich auf den Moment, in dem ich mein Abiturzeugnis entgegennehmen werde, ich freue mich auf meine erste echte Vorlesung, ich freue mich auf die nächsten drei Jahre und alles was danach kommt. Aber das, was jetzt gerade ist, habe ich sicher. Wenn es da nicht diese rennende Zeit gebe, könnte ich einfach mal zufrieden sein. Zufrieden mit allem, was jetzt gerade unumstritten existent ist. Doch diese Angst, dass all das bald nicht mehr existent sein könnte ist unerträglich melancholisierend.</p>
<p>Wie peinlich mir dieser Text in ein paar Wochen wohl sein wird ?!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/giselerqualle.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/giselerqualle.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/giselerqualle.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/giselerqualle.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/giselerqualle.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/giselerqualle.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/giselerqualle.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/giselerqualle.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/giselerqualle.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/giselerqualle.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/giselerqualle.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/giselerqualle.wordpress.com/69/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/giselerqualle.wordpress.com/69/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/giselerqualle.wordpress.com/69/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=69&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Aha. Michael Jackson ist tot.</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 17:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>giselerqualle</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Internet schäumt nur so über vor Trauerbekenntnissen und &#8222;Rest in Peace, King of Pop!&#8220;-Rufen. Wahrscheinlich bin ich der 128571234 Blogmensch, der seinen Senf zu diesem popkulturell einschneidenden Ereignis zu geben versucht. Daran wundert mich nicht etwa, dass es außer mir so viele Menschen gibt, die kein Leben und deshalb Zeit für unnötige, internetüberfüllende Texte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=67&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Internet schäumt nur so über vor Trauerbekenntnissen und &#8222;Rest in Peace, King of Pop!&#8220;-Rufen. Wahrscheinlich bin ich der 128571234 Blogmensch, der seinen Senf zu diesem popkulturell einschneidenden Ereignis zu geben versucht. Daran wundert mich nicht etwa, dass es außer mir so viele Menschen gibt, die kein Leben und deshalb Zeit für unnötige, internetüberfüllende Texte haben, vielmehr erstaunt es mich, dass der von mir sonst so unverehrte Mr. Jackson nicht gegangen ist, ohne mich verblüfft zurückzulassen. Schließlich kannte ich diesen Menschen nicht persönlich, fand seine Musik eher mittelmäßig bis überhaupt nicht gut und empfinde auch kein bisschen ehrliche Trauer.<br />
Trotzdem denke ich über meinen allerallerersten Hugoo-Artikel nach und weiß noch, wie ich damals geschrieben habe: &#8222;Michael Jackson ist jetzt 50 Jahre alt. [...] Was wünschen wir dem King of Pop also zum Geburtstag? Weitere 50 Jahre für weitere verstümmelnde Operationen? Eher nicht.&#8220;<br />
Damals wusste ich nicht, dass Michael Jackson ein knappes Jahr später genau dies tun würde, genau das, was ich ihm damals geraten hätte: aufhören, weggehen. In erster Linie: gehen. Nun ist er allerdings doch sehr, sehr endgültig gegangen. Ein Haus auf einer einsamen Insel für den alternden Jackson hätte mit schon gereicht, so ein Herzstillstand ist da eher der krassere Weg, sich von der Welt zu verabschieden. Man will nicht sagen, dass es vielleicht das Beste für den King of Pop war, denn der Tod ist grundsätzlich für niemanden etwas wirklich erstrebenswertes, aber wer weiß, was noch gekommen wäre, wenn der Herzstillstand ein bisschen auf sich hätte warten lassen. Alle enttäuschten Fans können sich ja einfach darauf verlassen, dass Michael Jackson den gleichen Weg gewählt hat wie Elvis und eigentlich doch irgendwo auf einer kleinen Insel unter einer Palme liegt, sich die Sonne auf den schwarzen Regenschirm scheinen lässt, während er durch ein Loch in seinem Mundschutzatemmaskending einen alkoholfreien Cocktail schlürft. Mit diesem Bild im Kopf schläft man dann gleich viel ruhiger ein.<br />
Ob man vor Michael Jacksons Tod als sein treuer Fan so gut schlafen konnte, kann ich nicht beurteilen, aber es war schon eigenartig, sich diesen Menschen im Fernsehen anzusehen, wie er sich selbst verstümmelte, seine eigenen Kinder beinahe aus Hochhäusern fallen ließ, die Kinder anderer Leute möglicherweise missbrauchte, sein gesamtes Vermögen auf wundersame Weise verlor und letztendlich nicht mal mehr ein Schatten seiner selbst war.<br />
Aber alle, die vorher eher die Begriffe &#8222;pädophil&#8220;, &#8222;Nase&#8220; und &#8222;Absturz&#8220; mit dem King of Pop assoziierten sind auf einmal schrecklich traurig über den Abgang des Phänomens. Nach dem Motto: &#8222;Keine Witze über Tote!&#8220; heuchelt ein Großteil der Bevölkerung Mitgefühl. Kritik sollte man allerdings schon anbringen dürfen und wollen. Sicherlich konnte Mr.Jackson irgendwas, Lebensklugheit und Vernunft dürften aber keineswegs zu seinen großen Talenten gehört haben.<br />
Jetzt ist er weg.<br />
Und ich bin nicht traurig.<br />
Es ist mir eher egal.<br />
In meinem Leben ändert sich ja nichts.<br />
Trotzdem ist es komisch.</p>
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		<title>Zwei, die sich nicht verstehen</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 17:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>giselerqualle</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Teilchenbeschleuniger und die Ethik &#8222;Da achtet man dann erstmal nicht so auf Produktivität, sondern es geht einfach um die Forschung!&#8220;, sagt Herr Schröer. Dies ist seine Antwort auf die Frage, warum irgendwo in der Schweiz mit Hilfe eines technisch hochentwickelten Apparats, der die Ausmaße einer Kleinstadt hat, sehr kleine Teilchen mit einer Geschwindigkeit, die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=giselerqualle.wordpress.com&amp;blog=3128985&amp;post=64&amp;subd=giselerqualle&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Teilchenbeschleuniger und die Ethik</p>
<p>&#8222;Da achtet man dann erstmal nicht so auf Produktivität, sondern es geht einfach um die Forschung!&#8220;, sagt Herr Schröer. Dies ist seine Antwort auf die Frage, warum irgendwo in der Schweiz mit Hilfe eines technisch hochentwickelten Apparats, der die Ausmaße einer Kleinstadt hat, sehr kleine Teilchen mit einer Geschwindigkeit, die dem Licht sehr nahe kommt, sehr schnell aufeinandergeschossen werden, nur um hinterher festzustellen, dass man sie noch kleiner machen kann. Für so ein Projekt fließen dann eben auch mal drei Milliarden Euro aus den Kassen verschiedener Staaten, schließlich geht es um Forschung, und Forschung ist Fortschritt und Fortschritt brauchen wir.<br />
Aber in welche Richtung?<br />
Mal ganz davon abgesehen, dass die Menschheit mit der Entwicklung der Atombombe eher einen Schritt zur Selbstzerstörung als zum Besseren gemacht hat, sollte man sich vielleicht überlegen, ob Fortschritt denn wirklich immer so richtig ist.<br />
Bis jetzt hat er uns nur Folgendes gebracht: Angst vor dem Weltuntergang durch einen Atomkrieg, Barbara Sommer als Schulministerin, die Umweltverschmutzung, Bushido/Sido, den Roman von Charlotte Roche, krebserregendes Spielzeug aus China, Kinderarbeit in China, ungerechte Verteilung von Wohlstand auf die einzelnen Kontinente, Ungerechtigkeit im Allgemeinen, Internetsinglebörsen, Lady Gaga auf der ewigen Poleposition in den deutschen Charts, rumschwulende Hauptstadtbürgermeister, den Tod von Lady Diana, Kinderpornografie, Paris Hilton, den vorläufigen Ruhestand von &#8222;Wir sind Helden&#8220;, streunende Hunde in Russland, verstrahlte Kinder in Hiroshima, verstrahlte Prominente auf roten Teppichen.<br />
Und jetzt kommen sie wieder alle an. &#8222;Aber du würdest doch auch nicht ohne fließenden Strom und Wasser leben können! Wir wollen ja nicht wieder leben wie in der Steinzeit, und davor schützt uns die Kernenergie. Deswegen müssen wir Teilchen ganz schnell aufeinander knallen lassen, damit wir neue Erkenntnisse für bessere Kraftwerke sammeln!&#8220;<br />
Aber wollten wir nicht eigentlich alles auf Solaranlagen und Wind umstellen?<br />
Hatten wir nicht vor, wieder lieb zu unserem Planeten zu sein?<br />
Vielleicht stehen aber auch einfach die falschen Dinge oben auf meiner Prioritätenliste. Meiner Ansicht nach ist Fortschritt nicht nur technisch-naturwissenschaftlicher Natur, genau so müssen wir gesellschaftlich und menschlich noch ein paar Schritte laufen, bis wir da sind, wo wir  doch eigentlich schon lange sein könnten, wenn da nicht immer diese Leute mit ihren Teilchenbeschleunigern kämen. Alle drei Sekunden stirbt ein Kind irgendwo auf der Welt, weil es nichts zu essen hatte. Die ganze Zeit werden irgendwo in Deutschland Kinder schlecht behandelt und haben möglicherweise Probleme, aus denen man ihnen mit ein bisschen finanzieller Unterstützung hinaushelfen könnte. Traurig.<br />
Herr Schröer, sie waren doch bestimmt gut in Mathe.<br />
Wie vielen Kindern hätte man mit drei Milliarden Euro helfen können?<br />
Wie lange wäre mit drei Milliarden Euro mal nicht alle drei Sekunden ein kleiner Mensch gestorben?<br />
Meiner Meinung nach wäre eine halbe Minute ohne tote Kinder bereits drei Milliarden Euro wert.<br />
Allerdings will ich nicht wie die arrogante Weltverbesserin klingen.</p>
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